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Astro Corner » Wissen » Finsternisse » Sonnenfinsternisse » Archiv » 11.08.1999 » Erlebnisberichte » Saarland
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Saarland

Erlebnisberichte zur Totalen Sonnenfinsternis vom 11. August 1999
Übersicht
Auf der folgenden Karte sehen Sie den Teil Deutschlands, der am 11. August 1999 vom Kernschatten des Mondes erfasst wurde. Hier sind die Beobachtungsorte eingezeichnet, zu denen Sie auf dieser Seite Beobachtungsberichte finden.

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Schattenpfad durch Süddeutschland (Beobachtungsberichte sind von den hier grün eingezeichneten Orten aus verfügbar)
Berichte
Markus Roemer
(Saarbrücken) [»eMail]

Es war gigantisch, diese Leute, diese Stimmung, echt einmalig. Die Saarländer waren alle ganz relaxt, als wenn sie schon 100 Sofi`s hinter sich hätten.
Ich hatte mich nach meiner Ankunft um 11:30 Uhr in Richtung Fluß Saar gemacht und in einem nahen Park dann mit anderen Hundert Leuten niedergelassen. Jedenfalls hat bis um 12:10 Uhr noch voll die Sonne geschienen. Dann kamen aus Westen tiefschwarze Wolken an. Und es kam, wie es kommen mußte, es zog sich zu, es wurde immer dunkler. Kurz vor den magischen 2 Minuten fielen dann schon die ersten Regentropfen. Und dann wurde es Nacht ! Stockfinster ! Man hat kaum etwas gesehen. Leider haben Wolken den ganzen Himmel bedeckt, im Wettertechnischem auch: 8/8 Ns Aber das beste kommt noch: Während der 2 Minuten der vollen Finsterniss fing es neben Regen auch noch an zu gewittern !!! Blitz, Donner und die (fast) Dunkelheit ließen die Menschen aufjubeln. Es war wie in einem Fußball-Stadion, jeder war begeistert, auch wenn keine Korona zu sichten war.
Mir selbst lief es im wahrsten Sinne "das Wasser eiskalt den Rücken hinunter". Wer erlebt schon eine totale Sonnenfinsterniss mit Gewitter ?? Die coolste Sache auf Erden ........
Bald ist es wieder soweit - im Juni 2001 heißt es zwischen Madagaskar und Zimbabwe "total eclipse" !!! Wer kommt zur nächsten totalen Sonnenfinsterniss mit ?

Thomas Baier
(Homburg / Saar) [»eMail]

Zwar hing der Himmel voller Wolken und es regnete wie verrückt, aber irgendwie merkwürdig-fantastsich war es schon.

12:00 Uhr Absolute Windstille, der Himmel ist stark bewölkt, es sieht nach Regen aus.
12:10 Uhr Es niesselt etwas, der Himmel ist von dunkelen Regenwolken bedeckt.Von SoFi keine Spur sichtbar.
12:20 Uhr Starker Regen, vom Himmel und der Sonne nichts zu sehen.
12:25 Uhr Wolkenbruch, es regnet was es kann, es donnert und blitzt. Von einer SoFi ist nicht zu bemerken. Die herrschende Dämmerung könnte auch an jedem gewöhnlichen Unwetter zu Tage treten.
12:28 Uhr Der saarländische Rundfunkt aus dem 30 km entfernten Saarbrücken berichtet über gute Sichtverhältnisse und Trockenheit ! ? ( Am Südöstlichen Horizont, Richtung Saarbrücken, ist auch alles stark bewölkt )
12:30 Uhr Das Unwetter herrscht immer noch, aber die Helligkeit hat in der letzten Minute schlagartig sich in ein Zwielicht verwandelt. Stockdunkel ist es nicht, man kann die Hand vor Augen sehen und Farben lassen sich erkennen. ( Sollte man mal Nachts versuchen.. ) Auf der Mittelwelle waren plötzlich Amerikanische Radiostationen zu hören ! ( Bin aktiver Kurzwellenhörer )
12:32 Uhr Alles Vorbei, der Tag nimmt wieder Position ein, der Regen lässt nach.
12:40 Uhr Jetzt hört der Regen auf. Die Mittelwelle im Radio geht wieder zu. ( Tagbedingungen = kaum Reichweite )
12:50 Uhr Nun öffnet das graue Wolkenband sich etwas ( leider zu spät )
13:20 Uhr Eine Reporterin vom ZDF Mittagsmagazin steht klitsch-nass in Saarbrücken und berichtet vom Unwetter. Frage: Hat der Saarländische Rundfunk etwas gemogelt ? Antwort: Ja !
21:20 Uhr Genau das gleiche wie Mittags, wieder starker Regen und Zwielicht
22:00 Uhr Es ist Stockdunkel und kein Vergleich zur Sonnenfinsternis

Jürgen Kamuff
(nahe Saarbrücken) [»eMail]

Ich war bei Saarbrücken und konnte auch fast nichts am Himmel sehen. Aber es war gerade gut so. Ich verlor keine Zeit mit der Beobachtung der abgedeckten Sonne. Ich war gezwungen mich während der 2 Min. umzuschauen. Die Verdunklung intensiv zu erleben. Die Stille die ich auf dem riesigen Rummelplatz Stuttgart nie gehabt hätte. Ich glaube beeindruckender, hätte ich es nie erleben können. Auch wenn es meine erste aber bestimmt nicht meine letzte gewesen ist, so habe ich eine andere ( interessantere ) Art von Sonnenfinsternis erlebt.

Hans Zekl
(nahe dt.-frz- Grenze) [»eMail]

Die Jagd nach der Schwarzen Sonne

Die Vorgeschichte:
Am 26. Februar 1998 konnten wir, 8 Personen, eine totale Sonnenfnsternis auf Curacao beobachten. Die Teilnehmer waren davon so begeistert, daß beschlossen wurde, die nächste Finsternis, die am 11. August 1999 in Deutschland stattfinden wird, wieder gemeinsam zu verfolgen. In den nächsten Monaten wuchs die Zahl der Interessenten. Es wurde aus verschiedenen Gründen beschlossen, die Finsternis bei gutem Wetter südlich von Saarbrücken, bei Schmittviller in Frankreich, zu beobachten.
10. August: Seit gestern ist das Wetter sehr wechselhaft. Der Wetterbericht sagt aber weiterhin für den Südwesten noch die besten Bedingungen voraus. Gegen 12 Uhr gibt es im Internet eine aktuelle Prognose bei "Bild der Wissenschaft", die für Saarbrücken eine 60 prozentige Chance angibt, daß das Wetter gut ist. Ähnliches kann mein beim Deutschen Wetterdienst lesen. Doch gegen 14 Uhr gibt es eine weitere Prognose bei "Bild der Wissenschaft". Oh Schreck, danach kommt genau zum Maximum eine Kaltfront herein und die Chancen sinken auf nur noch 10 Prozent. Eine hektische Suche im Internet beginnt. Welche Prognosen gibt es auf den anderen Wetterdiensten? Diese bleiben einheitlich dabei, im Westen wird es morgen am Besten sein. Eine Diskussion beginnt, ob man nicht Richtung Österreich, Ungarn fahren soll. Aber der Satellitenfilm zeigt, daß sich dort eine Front aufbaut, die möglicherweise den Anblick der total verfinsterten Sonne verhindert. Deshalb werden regelmäßig die neuen Prognosen abgerufen und der aktuelle Wetterfilm studiert. Das Telefon klingelt öfters, Verwandte und Bekannte wollen wissen, was man tun soll. Am Abend treffen weitere Finsternisbeobachter bei uns ein. Gegen 22 Uhr wird beschlossen, am nächsten Tag zum ursprünglich geplanten Beobachtungsplatz in Frankreich zu fahren. Wegen des zu erwartenden Verkehrs soll es um 6.30 Uhr los gehen.
11. August, 5 Uhr: Aufstehen, die neuesten Wetterinfos einholen. Der Deutsche Wetterdienst bleibt dabei, im südlichen Saarland und Südpfalz bestehen die meisten Chancen das Naturschauspiel zu sehen. Der Satellitenfilm im Internet zeigt eine lebhafte Westströmung und von Westen kommt eine größere Lücke in den Wolken. Über Ungarn hat sich, wie befürchtet, ein größeres Wolkenfeld mit Gewitter gebildet, das sich über Italien bis Afrika zieht. Um 6 Uhr kommen die Freunde. Da es in ihrem Hotel noch kein Frühstück gab, gibt es noch Kaffe und Brötchen. Inzwischen treffen weitere Finsternisfans ein. Alle sind schon sehr gespannt. Wird das Wetter wirklich gut? In der Nacht hat es geregnet. Der Himmel ist grau verhangen.
7 Uhr: Verspätet brechen wir nun mit 4 Autos auf. Wir, das sind ein Ehepaar aus Hamburg, eine Frau aus Elmshorn, ein Amerikaner mit seiner Frau und Tochter, 1 Schotte, 4 Tschechen, meine Frau, ich und der Hund Angie. Die Autobahn ist ziemlich voll, aber der Verkehr rollt. Hinter Frankental wird das Wetter tatsächlich besser. Es reist auf, blauer Himmel ist zu sehen. Das Wetter wird immer besser, je weiter wir nach Westen kommen. Der Wetterbericht empfiehlt weiterhin unser Zielgebiet zum Beobachten. Wir sind guter Stimmung.
9 Uhr: Saarbrücken ist erreicht. Der Himmel ist aber grau. Tiefe Wolken liegen über dem Land. Hoffentlich verschwinden sie wieder. Im Saarländischen Rundfunk läuft eine Sendung zur Sonnenfinsternis. Die Stadt Saarbrücken hat auf den Spicherer Höhen ein Beobachtungscamp errichtet. Tausende haben sich schon eingefunden. Aber zur Zeit ist der Himmel auch hier wolkenverhangen. Wir biegen nach Süden ab, Richtung Frankreich. Das Wetter ändert sich nicht. Es muß kurz vorher geregnet haben. Die Straße ist naß.
9.40 Uhr: Wir sind da. Die Feldweg für die Zufahrt steht teilweise unter Wasser. Aber man kann durchfahren. Auf dem Feld, das als Beobachtungsplatz dienen soll, befinden sich schon einige Gruppen und haben ihre Geräte aufgebaut. Auch ein Bekannter aus der Schweiz ist schon eingetroffen. Er ist von dem Platz begeistert. Freie Sicht nach allen Richtungen, besonders nach Westen, um den Schatten heran rasen zu sehen. Die Sonne zeigt sich hin und wieder. Die mitgebrachten Fernrohre und Kameras werden aufgebaut. Verflixt, wo ist die Projektionsvorrichtung? Wo habe ich sie verstaut? Vielleicht ist sie verrutscht. Den Kofferraum ausleeren. Nichts, ich muß sie zuhause vergessen haben, trotz Checkliste. Eine Panne passiert in der Aufregung wohl immer. Was soll's. Aus Papier und einer Zeitschrift wird schnell ein Behelf gebastelt. Er ist nicht so praktisch, erlaubt aber ein noch größeres Bild der Sonne als die eigentliche Vorrichtung. Wenig später treffen weitere Freunde aus Saarbrücken ein. Es wird ausgiebig gefachsimpelt. Im Radio wird weiterhin Optimismus zur Wetterlage verbreitet, aber auf den Spicherer Höhen ist die Sonne immer noch nicht zu sehen.
10.30 Uhr: Weniger als 45 Minuten vor dem Beginn der Finsternis. Von Nordwesten schiebt sich eine große dunkle Wolkenwand heran. Westlich von uns muß es ziemlich regnen. Es sieht aber so aus, als würde das Regengebiet an uns vorbei ziehen.
11.05 Uhr: Regen setzt ein, erst ganz leicht, dann aber sehr heftig. Schnell die Geräte abbauen und irgendwie in den Autos verstauen. Der Regen wird heftiger und prasselt auf das Wagendach.
11.10 Uhr: Die Sonnenfinsternis beginnt, aber bei uns dauert sie nun dank des Regens schon 5 Minuten und keine Ende des Regens in Sicht. In Saarbrücken regnet es ebenfalls, berichtet das Radio, aber der Wetterdienst ist weiterhin optimistisch. Die Wolkendecke soll aufreißen. Hoffentlich macht sie das auch in den verbleibenden 80 Minuten bis zur Totalität.
11.40 Uhr: Die Sonnenfinsternis läuft nun schon seit einer halben Stunde. In einer kleinen Regenpause konnte man durch die Wolken die vom Mond teilweise verfinsterte Sonne kurz sehen. Aber nun schüttet es wieder wie aus Kübeln. Was tun? Im Radio nichts Neues. Wieso gibt es keine Informationen vom Regenradar, wo es regnet und wie er zieht. Heutzutage stehen den Meteorelogen so viele Möglichkeiten zur Verfügung, das aktuelle Wetter zu messen. Macht man in den Wetterämtern nur Dienst wie gewöhnlich. An so einem Tag müßte es doch möglich sein, kurzfristig aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen. Oder sind die Leute beim Rundfunk einfach unfähig, sie sich zu besorgen? Frust macht sich breit. Wieder einmal hat man sich auf die Wetterpropheten verlassen und ist verlassen. Aber was tun? Wo gibt es ein Loch in den Wolken. Es ist zu spät, um noch größere Strecken zu fahren. Sollte die Sonnenfinsternis buchstäblich ins Wasser fallen?
11.50 Uhr: Endlich, im Radio hatte man die Idee, die Hörer aufzufordern, anzurufen, wie das Wetter bei ihnen ist. Nördlich von Saarbrücken ist wohl ein größeres Wolkenloch. Da die Wolken aus Nordwesten kommen, beschließen wir wieder nach Norden zu fahren und an der erstbesten Stelle anzuhalten, von der man die Sonne sehen kann. Also machen sich 6 Autos auf den Weg. Die Zeit drängt, um 12.29 Uhr beginnt die Totalität und wir müssen über kleine französische Straßen fahren, die nichts mehr als geteerte Feldwege sind. Um Saarbrücken herum geht auf der Autobahn wenig bis gar nichts. Also wird so schnell gefahren, wie es nur geht. Wir hoffen, daß auch die französische Polizei mehr auf die Sonnenfinsternis achtet als auf den Verkehr. Hoffnung keimt auf. Auf den Spicherer Höhen ist die Sonne wieder heraus gekommen. Nach einiger Zeit hört der Regen tatsächlich auf. Vor uns erscheint ein größeres Wolkenloch, umgeben von mächtigen Gewittertürmen.
12.05 Uhr: Wo sind die anderen? Nur noch 3 Autos sind zusammen. Anhalten und warten. Das Wolkenloch kommt sowieso genau auf uns zu. Nichts, die anderen erscheinen nicht. Ist etwas passiert? Ich fahre die Strecke zurück. Niemand zu sehen. Sind sie vielleicht irgendwo falsch abgebogen? Also auch noch kurz die Seitenstraßen absuchen. Wieder niemand zu sehen.
12.20 Uhr: Jetzt sind es nur noch 9 Minuten bis zur Totalität. Die anderen müssen sehen wie sie zurecht kommen. Ich fahre zurück. Unterwegs treffe ich die verbliebenen Teilnehmer an einem Hang.
12.26 Uhr: Noch drei Minuten bis zur Totalität. Das Fernrohr kann nun nicht mehr aufgebaut werden. Die Ferngläser müssen ausreichen. Ein Bettlaken wird ausgebreitet, um die fliegenden Schatten zu beobachten. In der Wolkenlücke ist noch eine größere Wolke, die sich vor die Sonne schiebt. Aber die Wolke ist dünn. Es wird merklich dunkler. Die Ankunft des Mondschattens ist aber wegen der Wolkenberge in der Umgebung nicht deutlich zu erkennen. Keine fliegenden Schatten. Vermutlich verhindert sie die dünne Wolkenschicht. Aber dadurch können wir nun mit bloßem Auge sehen, wie der Mond auch noch den letzten Rest der Sonne verschluckt. Der Diamantring erscheint, wunderschön. Die meisten der verbliebenen Beobachter haben das noch nie gesehen und sind begeistert. So schnell wie der Diamantring aufleuchtete, so schnell verschwindet er wieder. Der Mondschatten ist da. Dunkelheit legt sich über die Hügel. Die Totalität beginnt. Gerade in diesem Moment blitzt und donnert es, ein unwirkliches Erlebnis. Wie von Zauberhand erscheint die Korona um die Schwarze Sonne.
12.30 Uhr: Mitte der Finsternis. Es ist nicht ganz dunkel. Die umgebenden Wolken streuen relativ viel Licht herein. Der Himmel hat eine graublaue Farbe, in dem die verfinsterte Sonne steht. Venus ist zu sehen. Auf Merkur wird in der Aufregung nicht geachtet, obwohl er auch zu sehen sein sollte. Aber immer wieder ziehen dünne Wolkenteile vor der Sonne vorüber. Dennoch ist die Korona schön zu sehen. Am unteren Mondrand steht eine große Protuberanz, weitere, kleinere, sind am oberen Rand in Richtung 11 und 2 Uhr zu sehen. In aller Eile werden Fotos gemacht. Ich versuche aus der Hand - keine Zeit das Stativ aufzubauen - mit einem 200 mm Teleobjektiv drei, vier Aufnahmen zu machen. Ob sie was werden, wird sich später zeigen.
12.32 Uhr: Von Westen wird es hell, die Finsternis geht zuende. Wieder erscheint der Diamantring. Genau in diesem Augenblick gibt die Wolke die Sonne frei. Phantastisch. Es ist geschafft. Wie die Tornadojäger in Amerika hinter einem Twister sind wir dem Wolkenloch nachgejagt und haben die Finsternis gesehen. Alle sind glücklich, auch wenn es sehr aufregend war. Zum Glück waren wir nicht weiter gefahren. Aus dem Radio erfahren wir, daß es 5 Minuten vor der Totalität auf den Spicherer Höhen wieder zu regnen begann. Nun müssen wir aber wieder die anderen suchen. Wir fahren deshalb zum ursprünglichen Beobachtungsplatz zurück. Dort treffen wir die Hamburger. Sie hatten Pech. Sie waren als letzte los gefahren und blieben in einem Graben stecken. Ein freundlicher Franzose zog sie mit einem Landrover heraus. Aber da begann schon die Totalität, leider bei Regen. Es wurde stockdunkel, aber die Sonne war nicht zu sehen. So ein Pech, aber dennoch beeindruckend. Nach und nach finden alle wieder zusammen. Der Rest kam an einem Laster nicht vorbei, der ziemlich langsam fuhr. Sie bogen deshalb dann nach links ab, in Richtung eines Wolkenlochs. Von dort konnten sie die Totalität wunderschön verfolgen, sogar besser als wir. Wie sich herausstelle, waren sie gerade einen Hügel weiter westlich von uns. Trotz der Pannen waren alle begeistert, auch die Hamburger. Zum Abschluß wurde das Ereignis noch mit einem Schluck Sekt gefeiert.
Fazit: Genau am Finsternistag war das Wetter am Schlechtesten. Gerade dann hätte man erwarten können, daß die Bevölkerung laufend mit guten Wetterinformationen versorgt wird. Aber hier muß ein komplettes Versagen festgestellt werden. Wenn beim Saarländischen Rundfunk nicht jemand den Einfall mit der Telefonaktion gehabt hätte, hätten auch wir im Regen gesessen. Wenige Kilometer entschieden zwischen einem tollen Himmelsspektakel und einem Reinfall. Aber wir haben es gesehen und es war für mich und meine Frau wieder ein faszinierendes Erlebnis, nun schon zum 4. Mal. In Kürze beginnen deshalb die Vorbereitungen für die nächste totale Sonnenfinsternis am 21. Juni 2001 im südlichen Afrika.
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