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| ESA, NASA |
| Komet C 2004 F4 (Bradfield), der der Sonne im April 2004 sehr nahe kam und dabei eine spektakuläre Erscheinung bot |
Kometen der Kreutz-Gruppe besitzen für gewöhnlich Kerne mit nur einigen Metern Durchmesser. Da es zahlreiche dieser Objekte gibt, geht man davon aus, dass der ursprüngliche Komet einen gewaltigen Kern mit einem Durchmesser von ungefähr 100 Kilometern besessen haben muss. Es gibt einige besonders große Fragmente, die in der Vergangenheit beobachtet wurden.
Der helle Komet des Jahres 1106 war beispielsweise ein ganz außergewöhnliches Mitglied der Kreutz-Gruppe. Er brach höchstwahrscheinlich bei seiner Sonnenpassage auseinander und kehrte in Form von 2 Fragmenten in den Jahren 1843 und 1882 wieder.
Auch der Kreutz-Komet C/1965 S1 (Ikeya-Seki) - der mit einer maximalen Magnitude von -7 mag hellste Komet des vergangenen Jahrhunderts - konnte im Jahr 1965 als spektakuläre Erscheinung beobachtet werden. Zuletzt bot das Mitglied der Kreutz-Gruppe C/2011 W3 (Lovejoy) zu Weihnachten 2011 einen berauschenden Anblick.
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Annäherung zweier Kometen-
bruchstücke an die Sonne |
Mit dem Sonnenobservatorium SOHO wurden in den vergangenen Jahrzehnten über 4.500 Kreutz-Kometen entdeckt. Neben dieser Kometen-Familie konnten aber auch 3 weitere Gruppen entdeckt werden - die Meyer-Gruppe mit mindestens 55 Mitgliedern, die Marsden-Gruppe mit mindestens 21 Zugehörigen und die Kracht-Gruppe, der 24 Kometen angehören. Diese Gruppen sind nach Astronomen benannt worden, die die Zusammengehörigkeit der einzelnen Mitglieder erstmals nachweisen konnten. |