Zeeman-Effekt
Der Zeeman-Effekt ist eine Aufspaltung von Spektrallinien, wenn Emission oder Absorption in Anwesenheit eines starken Magnetfelds erfolgt. Damit ist eine Möglichkeit gegeben, die Magnetfelder der Sonne und der Sterne zu messen.
Zeitgleichung
Es handelt sich um die Differenz zwischen wahrer und mittlerer Orts(sonnen)zeit.
Zenit
auch Scheitelpunkt; Punkt genau senkrecht zur Horizontebene bzw. auf der (sichtbaren) Himmelshalbkugel direkt über dem Scheitel des Beobachters (also in 90 Grad Höhe), also eine Winkeldistanz von 90° zum mathematischen Horizont besitzt; Gegensatz: Nadir
Zenitprisma / Zenitspiegel
Ein Glasprisma, das zwischen Teleskop und Okular gesteckt wird; es lenkt beim Refraktor oder beim Schmidt-Cassegrain bzw. Maksutov-Geräten das Licht um 90 Grad ab, so daß eine bequemere Beobachtungshaltung bei zenitnahen Objekten möglich ist
Zenitteleskop
Das Zenitteleskop ist ein wissenschaftliches Instrument zur Messung von Differenzen in der Zenitdistanz von Sternen oder zur Messung der Koordinaten des Zenits zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Zentralregion der Milchstrasse
Die Zentralregion der Milchstrasse hat die Gestalt einer abgeplatteten Kugel von etwa 15'000 Lichtjahren Radius. Sie enthält Sterne, am Rand auch Sternhaufen und interstellare Materie, die in der Form konzentrischer Ringe angeordnet ist.
Zerfallsgesetz
Radioaktive Stoffe zerfallen nach dem Gesetz, dass nach einer Bestimmten Zeitspanne T (Halbwertszeit) nur noch die Hälfte der Anfangsmenge vorhanden ist. Nach 2*T nur noch ein viertel und so weiter. Als Formel: N(t)=N(t=0)*2^(-t/T), 2^ bedeutet 2 hoch, N(t) =Anzahl Atome zum Zeitpunkt t, T = Halbwertszeit.
Zirkumpolar
Ein Himmelsobjekt (Planet, Komet, Stern) heisst zirkumpolar, wenn es nicht untergeht. Welche Sterne das sind, hängt von der geographischen Breite des Beobachters ab.
Zirkumpolarstern(bild)
Stern(bild), der/das wegen seines geringen Abstandes zum Himmelspol bei der scheinbaren täglichen Bewegung nie den Horizont unterschreitet; abhängig von der geographischen Breite
Zodiakallicht
In der mehr oder weniger gemeinsamen Ebene, in der die Planeten um die Sonne kreisen, befinden sich auch grosse Mengen von Staub, der zur Sonne hin mehr wird. An sehr dunklen Orten (Alpengipfel, Wüste) kann dieser Staub besonders nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang als grosse, pyramidenförmige, graue Erscheinung über dem Sonnenuntergangs- bzw. Sonnenaufgangspunkt entlang der Ekliptik gesehen werden.
Zodiakus
Das den geozentrischen Himmel umspannende Band der zwölf antiken Tierkreiszeichen, also ein eher astrologischer Begriff.
Zoll
Englisches Längenmaß, beim Objektivdurchmesser eines Fernrohres gebräuchlich. 1 Zoll = ca. 2,5 cm; z.B. Vierzöller = 10 cm Objektivdurchmesser
Zweifarben-Diagramm
Darstellung der Helligkeitsmessungen nach dem UBV-System. Es wird dabei die Differenz der Helligkeiten U - B als Funktion der Helligkeiten B - V dargestellt. Es stellt die Vorstufe zum HRD dar.
Zweikörperproblem
Wenn sich nur zwei Körper durch Newtonsche Gravitation gegenseitig beeinflussen, ist ihre Bahn exakt berechenbar. Als mögliche Bahnen kommen Kreise, Ellipsen, Parabeln und Hyperbeln vor. Bei Kreisen und Ellipsen sind die Körper aneinander gebunden wie die Planeten an die Sonne. Ist die Bahnform parabolisch oder hyperbolisch, so findet nur eine Begegnung statt.
Zwerggalaxie
Hat eine Galaxie weniger als 20'000 Lichtjahre Durchmesser, so wird sie als Zwerggalaxie bezeichnet. Um das Milchstrassensystem kreisen etliche dieser Systeme. Ihre Beobachtung ist aber wegen ihrer äusserst geringen Flächenhelligkeit nicht einfach.
Zwergplanet
Ein Himmelskörper ist ein Zwergplanet, wenn er sich auf einer Bahn um die Sonne befindet und über eine ausreichende Masse verfügt, um durch seine Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden und die Umgebung seiner Bahn nicht bereinigt hat (d.h. kaum weitere Körper auf änlichen Umlaufbahn vorkommen) und kein Mond ist. Demnach ist Pluto nun ein Zwergplanet, ebenso wie Ceres und Eris.