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| astrocorner.de |
| Verlauf der Venusbedeckung vom 9. November 2023 - Der Eintritt erfolgte am hellen, der Austritt am dunklen Mondrand. Der zentrale Pfad gilt für die geographischen Koordinaten 10°O 50°N (nahe Frankfurt/M.) und weicht für andere Orte geringfügig ab. |
Am Tag ihrer Bedeckung war die -4,3 mag helle Venus neben Sonne und Mond das auffälligste Objekt am Himmel.
Mond und Venus standen zu Beginn etwa 35 Grad hoch über dem Südsüdwest-Horizont, und konnten am Ende noch knapp 30 Grad über dem Südwest-Horizont aufgefunden werden. Die Mondsichel war 27 Tage alt, bzw. zu 15% beleuchtet.
Die helle Sonne befand sich 45 Grad entfernt knapp 25 Grad hoch über dem Südhorizont.
Der Beginn der Bedeckung erfolgte kurz vor 11h MEZ am hellen Mondrand. Die Venus war mit dem bloßen Auge als auffällig helles sternförmiges Objekt links neben der Mondsichel zu erkennen. Mond und Venus besitzen sehr unterschiedliche Oberflächenhelligkeiten. Die Venus erschien dabei deutlich heller.
Während des Eintritts war im Teleskop zu beobachten, wie der zu etwa 59% beleuchtete und rund 20 Bogensekunden große Venusglobus in einem Zeitraum von etwa 70 Sekunden langsam hinter dem Mond verschwand. Bezogen auf den beleuchteten Teil des Globus dauerte das Ereignis nur rund 60 Sekunden. Mit dem bloßen Auge konnte in diesem Zeitraum ein langsames Verblassen der Venus am hellen Mondrand verfolgt werden.
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| Christoph Rollwagen |
| Ende der Venusbedeckung vom 18. Juni 2007 - damals am hellen Mondrand |
Etwas mehr als eine Stunde später erschien die Venus wieder am gegenüberliegenden Mondrand. Mit dem bloßen Auge war ein langsames Aufleuchten zu erkennen.
Im Teleskop war auch der langsame Austritt am Mondrand zu erkennen. Auch dieses Ereignis dauerte wieder etwa 60 Sekunden lang an (bzw. 40 Sekunden bezogen auf den beleuchten Teil der Venus).
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| Anblick der Mondphase während der Venusbedeckung vom 9. November 2023 |
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