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Lexikon

Astronomisches Lexikon
U...
UBV-System

Das Verhältnis der Helligkeit zweier Sterne zueinander variiert in der Regel mit der Farbe. Schon von blossen Auge kann man erkennen, dass manche Sterne leicht rötlich sind, während andere bläulich leuchten. Um diesen Sachverhalt quantitativ zu erfassen wurde das UBV-System eingeführt. Dabei wird das Licht eines Sterns durch drei Farbfilter gemessen: U: (für UV) Bei 365 nm Lichtwellenlänge. Gefiltert wird mit 2mm dickem Schott UG2 Farbglas, wenn auf eine blauempfindliche Fotoplatte belichtet wird oder wenn mit einem Photomultiplier und Kathode S4 an einem Spiegelteleskop gemessen wird. B: Im blauen Licht bei 440 nm Wellenlänge. Als Farbfilter wird dann Schott GG13 2mm (ein farbiges Glas) verwendet, wenn eine blauempfindliche Fotoplatte verwendet wird. Wenn photoelektrisch (Photomultiplier Kathode S4) an einem Spiegelteleskop gemessen wird braucht man Schott BG1 (1mm) + GG13(2mm). V: V steht für visuell, entsprechend 550 nm Wellenlänge. Für die Photoplatte wird der Glasfarbfilter Schott UG2 (2mm) verwendet. Der am Spiegelteleskop verwendete Photomultiplier braucht Schott GG11 (2mm). Interpretation (grob): Ist der Wert V am grössten, so hat man einen kühlen Stern (< 10'000 Grad)) gemessen (z.B. die Sonne), sind alle gleich, so hat der Stern etwa 10000 Grad (Vega), überwiegt das Ultraviolett, so ist der Stern heiss (15'000 Grad und mehr) z.B. Rigel.

Ultraviolettastronomie

Die Ultraviolettastronomie beobachtet das aus dem Weltall kommende Licht im Wellenlängenbereich von 10 nm bis 400 nm. Der meiste Teil wird durch die Erdatmosphäre geschluckt. Zwischen 30 nm und 92 nm wird die Beobachtung durch interplanetaren und interstellaren Wasserstoff weiter eingeschränkt. Bedeutende Quellen ultravioletter Strahlung sind die Sonne, heisse O Sterne, junge Weisse Zwerge und bestimmte Arten von Galaxien.

Umbra

= Kernschatten. Bereich eines Schattens, wo die Lichtquelle vollständig verdeckt erscheint. Bei grossen Sonnenflecken wird mit Umbra das dunkle Zentrum bezeichnet. Siehe auch Penumbra.

Universum

Weltall

Unterriesen

Zwischen dem Bereich der Riesen und der Hauptreihensterne gibt es ein paar wenige Sonnen. Sie werden als Unterriesen bezeichnet.

Uranus

Der Planet Uranus wurde nachweislich bereits 1690 beobachtet, jedoch für einen Fixstern gehalten. Wilhelm Herschel fand 1781 den neuen Planeten, der ausserhalb der Saturnbahn die Sonne umkreist. Uranus hat ein erst 1978 entdecktes Ringsystem. 1986 flog die Raumsonde Voyager II an Uranus vorbei und zeigte uns eine sonnenferne, kalte Welt. Wie auch Jupiter, Saturn und Neptun besitzt Uranus keine feste Oberfläche. Eine hohe Wolkenschicht lässt Uranus graugrünlich ohne jegliche Details erscheinen. Die vielen Monde sind Welten aus Eis mit vielen Kratern und Rissen. Das Auffinden von Uranus am Sternenhimmel sollte mit Sternkarte und Fernglas gelingen. Uranus kann unter günstigen Bedingungen gerade noch von blossem Auge erkannt werden. Im guten Amateurteleskop sieht man ein kleines grünliches Scheibchen ohne Details. Die Monde sind ein harter Brocken für den Amateur. Mit einem grossen Teleskop in Verbindung mit einer CCD-Kamera könnte der Nachweis der extrem schwachen Lichtpunkte in der Nähe des im Vergleich dazu hellen Planeten gelingen. Die Ringe sind definitiv nur für Profis beobachtbar.

Urknall

auch Singularität; Theorie, wonach die gesamte Materie des Weltalls vor rund 15 - 20 Mrd. Jahren aus einem unendlich kleinen Punkt unendlich großer Dichte entstanden ist und seither fortwährend in Ausdehnung begriffen ist; Je weiter Galaxien von uns entfernt sind, desto schneller bewegen sie sich sich von uns weg. Diese Tatsache lässt auf einen sehr kompakten, heissen Zustand des Weltalls vor endlicher Zeit schliessen. Dieser Befund wird durch die Beobachtung der 3K Hintergrundstahlung gestützt. In etwa 13.7 Mia. Lichtjahren Entfernung, was gleichbedeutend ist mit 13.7 Mia. Jahre in der Vergangenheit, sehen wir im Bereich der mm und sub-mm Wellen den Urknall. Dies nennt man den kosmischen Mikrowellenhintergrund. Sehr kleine aber deutliche richtungsabhaengige Intensitässchwankungen erlauben es, das Weltalter und andere Parameter genau zu bestimmen. Die Distanzbestimmung mit Hilfe von Supernovaexplosionen in sehr fernen Galaxien stuezen den Urknall und deuten sogar auf eine in unserer Zeit immer schnellere Expansion des Weltalls hin. Dass Wasserstoff und Helium die häufigsten Elemente sind, fordert zwingend, dass es einmal so heiss gewesen sein muss, dass nur freie Neutronen und Protonen, nicht aber ganze Atomkerne existierten (oberhalb ca. 10 Mia. Grad). Es geht in der Forschung also kaum mehr um die Frage, ob überhaupt einmal ein Urknall stattgefunden hat, sondern um das genaue "wie" und "wieso". Ablauf: Planckära, eventuell Inflation Hadronenära, Leptonenära, Strahlungsära, Sternära

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