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Lexikon

Astronomisches Lexikon
R...
Radarastronomie

Senden von Funkimpulsen zu bestimmten benachbarten Himmelkörpern und Auffangen des reflektierten Signals

Radialgeschwindigkeit

Die Radialgeschwindigkeit beschreibt die Änderung der Distanz eines Objekts mit der Zeit (z.B. Geschwindigkeit der Bewegung eines Sterns zur Erde oder von der Erde weg). Sie kann mit sehr hoher Genauigkeit mit Hilfe des Dopplereffekts aus dem Spektrum eines Sterns bestimmt werden.

Radiant

Scheibarer Ausgangspunkt eines Meteorstromes

Radioastronomie

Erforschung der kosmischen Radiostrahlung

Raketengleichung

Die Raketengleichung beschreibt den Flug einer Rakete mit bekannter Masse vor dem Zünden und nach dem Ausbrennen. Dabei werden die Gase in konstanter Menge mit konstanter Geschwindigkeit ausgestossen. In diesem Falle berechnet sich die erreichbare Endgeschwindigkeit wie folgt: Endgeschwindigkeit = (Austrittsgeschwindigkeit der Gase)*log(Anfangsmasse/Brennschlussmasse).

Reflektor

Spiegelfernrohr; bei Reflektoren wird mittels eines Spiegels (Hauptspiegel) im hinteren Ende des Tubusrohres Licht gesammelt und auf einen kleineren Spiegel (Sekundärspiegel) im vorderen Tubusbereich reflektiert; dieser reflektiert es weiter zum Okularauszug; man unterscheidet 2 Bauarten: Newton und Schmidt-Cassegrain (Maksutov); Vorteile: Spiegel zu schleifen ist wesentlich billiger als Linsen herzustellen; daher sind Reflektoren sehr preisgünstig; Nachteile: durch Brechungseffekte am Sekundärspiegel und dessen Halterungen sowie durch Lichtverluste bei der Reflektion und Abschattung (Obstruktion) der Hauptoptik durch den Sekundärspiegel wird das Bild unschärfer und nicht so brilliant wie bei einem gleich großen Refraktor

Reflexionsnebel

Besonders interstellarer Staub kann das Licht naher, heller Sterne streuen. Beispielsweise gibt es in den Pleyaden noch Reststaub, der im Licht der hellen, jungen Sterne scheint.

Refrakor

Linsenfernrohr; bei Refraktoren wird durch eine oder mehrere Linsen an der Vorderseite des Tubusrohrs das Licht gesammelt und in den Okularauszug am anderen Ende des Rohres gebündelt; Vorteile: man erhält verglichen mit gleich großen Spiegelteleskopen schärfere Sternabbildungen und sieht mehr Details auf Planeten; Nachteile: Refraktoren sind sehr teuer und daher nur bis ca. 12 Zoll (1 Zoll = 1" = 2,5 cm) in Amateurkreisen erhältlich; Anwendung: hochvergrößerte Sonnen- u. Planetenbeobachtung, bzw. Fotografie, detaillierte CCD-Aufnahmen, Astrofotografie sehr großer Himmelsareale

Refraktion

Fachbegriff für Beugung. In der Astronomie wird dabei die Krümmung des Lichtstrahls beim Durchgang durch die gegen den Boden immer dichter werdende Atmosphäre verstanden. Deshalb ist die beobachtete Horizonthöhe eines Gestirns größer als die geometrische Höhe. Die Stärke der Refraktion hängt von der Horizonthöhe (Elevation) und dem Zustand der Atmosphäre ab.

Reionisierungsphase

Ein paar 100'000 Jahre nach dem Urknall war das Weltall kalt genug, dass neutraler, atomarer Wasserstoff existieren konnte. Deshalb wurde das Weltall für Licht im sichtbaren Teil des Spektrums durchsichtig. Als die ersten Quasare entstanden, ionisierte deren UV-Strahlung das Wasserstoffgas in ihrer Umgebung erneut. Dies wird mit Reionisierung bezeichnet.

Rektaszension

neben Deklination die zweite Koordinate zur Ortsbstimmung eines Gestirnes am Himmel; gemessen in in Stunden, Minuten und Sekunden, wobei 24h 360° entsprechen; Abkürzung: RA (Right Aszension) bzw. a; Einheit: h m s bzw. h ' "; gibt in östliche Richtung den Winkelabstand vom Frühlingspunkt zu dem Punkt an, an dem der Meridian durch einen Himmelskörper den Himmelsäquator schneidet; entspricht den geographischen Längengraden, wenn man das Erdkoordinatennetz auf den Himmel projiziert

Relativitätstheorie

Einsteins revolutionäre Erkenntnis über die Natur von der Einheit von Raum und Zeit, Masse und Energie.

retrograde Bewegung

Rotations- oder Umlaufbewegung entgegengesetzt zum Drehsinne bei der Erde, also von Ost nach West

Roche-Fläche

Wir betrachten ein enges Doppelsternsystem. Die Oberflächen der beiden Sonnen werden sich so verformen, dass die Summe der Gravitationskräfte und Zentrifugalkräfte überall senkrecht zur Oberfläche steht. Die Sterne verformen sich länglich gegeneinander hin. Dehnt sich einer bis zum Librationspunkt L1 aus, so füllt er die sogenannte kritische Roche-Fläche aus und man spricht von einem halb getrennten System. Falls beide die kritische Roche-Fläche ausfüllen liegt ein Kontaktsystem vor. Dehnt sich die eine Sonne darüber hinaus aus, so kann Materie zum Partner fliessen. Wenn keine extrem starken Magnetfelder im Spiel sind, die das Material direkt zu einem Magnetpol lenken, bildet sich eine Akkretionsscheibe. Das System ist zum kataklysmischen veränderlichen mit starker oft unregelmässig oder quasiperiodisch flackernder Röntgenstrahlung geworden.

Rochesche Grenze

Der kritische Abstand vom Mittelpunkt eines Planeten, innerhalb dessen nur durch ihre Schwerkraft zusammengehaltene Körper nicht existieren können, da sie unter der Wirkung der Gezeitenkräfte zerbrechen, heisst Rochesche Grenze.

Ronchitest

optischer Test zur Prüfung der Genauigkeit eines Spiegels

Röntgenstrahlen

Die Röntgenstrahlen wurden 1895 von Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt und später auch nach ihm benannt. Im englischen Sprachgebrauch blieb die Bezeichnung X-Ray bis heute erhalten. Es handelt sich um elektromagnetische Strahlung, deren Wellenlänge sich vom kurzwelligen (harten) Ultraviolett (etwa 300 Å) bis in den Bereich der Gammastrahlen bei 0.03 Å erstreckt. Leider gibt es eine Überlappung mit dem UV und den Gammastrahlen. Je nach dem wer welches Experiment durchführt, spricht er von diesem oder jenem. Ein ähnliches Durcheinander gibt es beim Übergang vom Infraroten zu den Mikrowellen.

Rotation

Drehung einens Himmelskörper um die eigende Achse

Rotationsverbreiterung

Es handelt sich dabei um eine Verbreiterung der Spektrallinien durch die Eigenrotation des Sterns. Da bei Einzelsternen wegen der begrenzten Auflösung der Teleskope immer die gesamte Oberfläche auf einmal beobachtet wird, tragen Teile positiver und negativer Dopplerverschiebung gleich viel zum Spektrum bei. Mit der Hilfe dieses Effekts kann ausgesagt werden, dass in der Regel blaue (=heisse) Sterne schneller rotieren als rote (=kühlere) Sterne (gilt für die Hauptreihe im HRD).

Roter Riese

Ausgedehnter, riesiger Stern mir großer Masse aber niedriger Dichte und kühlerer Oberflächentemperatur; strahlt in rötlichem Licht

Rötung

Genau wie die Sonne beim Sonnenuntergang wird auch das Sternenlicht durch interstellares Gas und Staub gerötet. Die Linien im Spektrum der Sterne werden aber dadurch nicht verschoben. Dieser Effekt hat nichts mit dem Dopplereffekt oder mit der kosmischen Rotverschiebung zu tun.

Rotverschiebung

Verschiebung der Spektrallinien zum roten Bereich des Spektrums; Die kosmische Rotverschiebung ist ein Effekt der Expansion des Weltalls. Das Spektrum ferner Galaxien ist wie beim Dopplereffekt einer sich von uns entfernenden Quelle zu langen (roten) Wellenlängen hin verschoben. Es wird der Galaxie oft eine dem Dopplereffekt entsprechende Fluchtgeschwindigkeit zugeordnet. Doch strenggenommen ist die kosmische Rotverschiebung kein Dopplereffekt, da die Wellenlängen durch die kontinuierliche Raumausdehnung gespreizt wurden. 

Rückläufigkeit

= rückläufige Bewegung; scheinbare Bewegung eines Planeten auf der geozentrischen Himmelskugel relativ zu den Sternen von Osten nach Westen; die scheinbar rückläufige Umlaufbewegung eines äußeren Planeten um die Zeit der Opposition wird dadurch vorgetäuscht, dass die Erde ihn auf ihrer schnelleren Innenbahn überholt und er dadurch scheinbar für einige Zeit "zurückfällt"; Gegensatz: rechtläufige Bewegung 

RR-Lyrae

RR-Lyrae ist der Prototyp einer Klasse von pulsierend veränderlichen Sternen. Die RR Lyrae Sterne zeigen ein periodischen Leuchtkraftwechsel von ca. einem Faktor 2 bis 3 mit einer Periode von Stunden bis einem Tag. Es handelt sich dabei um Sterne des Spektraltyps A seltener F. Sie liegen im HRD etwas oberhalb der Hauptreihe.

RV-Tauri-Sterne

Die nach RV-Tauri benannten Sterne sind pulsierende Veränderliche, deren Lichtkurven einen regelmässigen Wechsel von flachen und tiefen Minima aufweisen. Die Periode liegt im Bereich weniger Monate. Es handelt sich um Überriesen der Spektraltypen G5 bis K5.

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