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Lexikon

Astronomisches Lexikon
H...
Halo

[griechisch:=Hof]; Ringerscheinung um Sonne und Mond; entsteht durch Beugung des Lichtes an Eiskristallen in der Luft; oder auch für den Umkreis um Kugelsternhaufen gebraucht

Hadronenära

Nach der Entstehung des Weltraums war die Energiedichte unglaublich hoch. So konnten spontan schwere Elementarteilchen als Teilchen- Antiteilchenpaar entstehen. Das Weltall expandierte rasch und nach 1/10000 Sekunde war die Temperatur auf eine Billion Grad gesunken. Dies war zuwenig, so dass keine weiteren Protonen und Neutronen spontan entstehen können. Die Evolution des Weltalls ging in die Leptonenära über.

Halbwertszeit

Radioaktive Stoffe zerfallen nach dem Gesetz, dass nach einer bestimmten Zeitspanne T (Halbwertszeit) nur noch die Hälfte der Anfangsmenge vorhanden ist. Nach 2*T nur noch ein viertel und so weiter.

Hauptreihe

Im Farben-Helligkeits-Diagramm repräsentiert eine von links oben (heiss, leuchtkräftig) nach rechts unten (kühl, leuchtschwach) verlaufende Kurve die grosse Mehrheit aller Sonnen. Diese sogenannten Hauptreihe-Sterne oder Zwergsterne sind in einem Zustand stabiler Energieproduktion durch Kernfusion von Wasserstoff zu Helium. Unsere Sonne ist ein solcher Hauptreihenstern. Siehe auch HRD, Aufsatz HRD.

Hayashi-Linie

Im (theoretischen) Farben-Helligkeits-Diagramm sind Sterne aller Massen, die kühler als ca. 3000 K sind, hydrostatisch nicht stabil. Damit können stabile, d.h. weder sich ausdehnende noch zusammenziehende Sterne nur links von dieser (mehr oder weniger) senkrecht verlaufenden nach C. Hayashi benannten Linie existieren.

Helikopter-Okular

Dies ist ein Ausdruck, welcher in der Amateurastronomen - Szene entstand. Man versteht darunter ein langbrennweitiges Okular, welches einen so unangenehm grossen Augenabstand besitzt, dass der Beobachter zuerst eine kreisende Kopfbewegung über der Augenlinse des Okulars machen muss, bis er die Austrittspupille und somit das Bild gefunden hat.

Helligkeit, absolute

[Einheit: Größenklasse M]: scheinbare Helligkeit , die ein Stern hätte, wenn er sich in genau 10 parsec (32,6 Lichtjahren) Entfernung befände 

Helligkeit, scheinbare

[Einheit: Größenklasse m (m=magnitudo lat.Größe)]: Helligkeit (Strahlungsintensität), mit der ein Gestirn dem Beobachter von der Erde aus erscheint; je höher der Zahlenwert der Größenklasse ist, desto geringer ist die scheinbare Helligkeit des Gestirns; unsere Sonne hat eine scheinbare Helligkeit von -26,86m; helle Sterne: 1m; Sterne, die gerade noch mit dem Auge sichtbar sind: 6m; sehr helle Objekte z.B. Planeten, Meteore (Sternschnuppen) oder auch Kometen können auch negative Helligkeitsangaben haben z.B. -2,4m 

Helmholtz-Kelvin-Zeit

Unter der Helmholtz-Kelvin-Zeit versteht man jene Zeitdauer, während der entstehende Stern seine abgestrahlte Energie aus der Verringerung des Gravitationspotentials (durch Zusammenziehen) deckt.

Herbig Ae und Be Sterne

Es handelt sich um Sterne des Spektraltyps A und B. Das e steht für im Spektrum dieser Sterne auftretende Emissionslinien. Im Unterschied zu normalen A und B Hauptreihensterne zeigen die Herbig Ae und Be Sterne einen Überschuss an Infrarotstrahlung (Infrarot Exzess). Sie sind oberhalb der Hauptreihe plaziert und zeigen oftmals irreguläre Helligkeitsvariationen. Sie liegen an dem Ort im HRD, wo sich sehr junge Sterne von 2 bis 9 Sonnenmassen aufhalten.

Herbig-Haro-Objekte

Die Herbig-Haro-Objekte sind kleine Emissionsnebel. Sie liegen in dichten Staubwolken in der Nähe von T-Tauri-Sternen. Man nimmt an, dass diese Nebel durch den Sternwind des T-Tauri-Sterns verursachte Schockwellen geheizt wird.

Herbstpunkt

Schnittpunkt der Ekliptik und des Himmeläquators im Sternbid Jungfrau , an dem sich die Sonne am 23. September befindet (Herbstbeginn)

Hertzsprung-Russell-Diagramm

Im Hertzsprung-Russell-Diagramm werden die Sterne nach Spektraltyp (x-Achse) und Leuchtkraft (y-Achse) eingetragen. Man kann auch die Leuchtkraft in Abhängigkeit der effektive Photosphärentemperatur auftragen. Im HRD liegen die meisten Sterne auf der in etwa von links oben nach rechts unten verlaufenden Hauptreihe. Für diese Sterne gilt: höhere Temperatur entspricht grösserer Leuchtkraft. Neben der Hauptreihe, auch Leuchtkaftklasse V (fünf) genannt, gibt es noch die Unterriesen (Leuchtkraftklasse IV), die Riesen (Leuchtkaftklasse III), die auf einer von der Mitte leicht nach rechts oben verlaufenden Linie liegen, und die Überriesen (II und I) am oberen Rand. In der linken unteren Ecke liegen die Weissen Zwerge.

Himmelsäquator

Projektion des Erdäquators auf die Himmelskugel

Himmelskugel

Eine gedachte Kugel in deren Mittelpunkt der Beobachter steht, und auf die alle Himmelsobjekte projiziert werden. Ihr Radius geht gegen unendlich, bzw. spielt keine Rolle.

Himmelspol

Ein Himmelspol ist einer der beiden Durchstosspunkte der Rotationsachse der Erde durch die Himmelskugel.

Hitzeschild

Beim Eintritt eines Raumschiffs in eine Atmosphäre treten gewaltige Reibungskräfte auf, die beispielsweise Sternschnuppen verglühen lassen. Damit das nicht auch mit einem Raumschiff geschieht, muss man es mit einer hitzebeständigen Schicht versehen, so das die bei der Bremsung frei werdende Energie möglichst an die Atmosphäre und nicht an das Raumschiff abgegeben wird. Es werden vorwiegend Ablationshitzeschilde verwendet, das Shuttle verwendet wegen der Wiederverwendbarkeit Keramikkacheln.

Höhe

Winkelabstand (0 bis max. 90 Grad) eines Gestirns vom Horizont

Hohmannsches Paradoxon

Nehmen wir ein Raumschiff an, dass durch einmalige Zündung seines Triebwerks in der Lage ist, seine Geschwindigkeit um einen bestimmten Betrag z.B. um 2 km/s zu erhöhen. Macht es das im freien Weltraum, so ist seine Geschwindigkeit logischerweise um 2 km/s grösser als zu Beginn. Nehmen wir nun an, das Raumschiff begegne mit v1=3 km/s einem Planeten z.B. Jupiter mit 3 km/s. Die Schwerkraft von Jupiter wird nun das Raumschiff schneller machen, bis 5000 km oberhalb der Atmosphäre des Jupiter 57.64 km/s Geschwindigkeit erreicht werden. Nach Zündung des Triebwerks ist das Raumschiff v=59.64 km/s = sqrt(u*u + v1*v1)+ 2 km/s schnell. Zum Vergleich: die Fluchtgeschwindigkeit aus 5000 km Höhe über den Jupiterwolken beträgt u = 57.55 km/s. Während des Wegfluges von Jupiter muss nun ein Teil der kinetischen Energie zur Überwindung der Jupiterschwerkraft aufgewendet werden. Was in grosser Entfernung des Jupiter davon übrig bleibt, sei v2 und berechnet sich zu v2=sqrt(v*v - u*u) = 15 km/s, was paradoxerweise viel grösser ist, als die erreichte Endgeschwindigkeit bei Zündung des Triebwerks im freien Weltraum. Dies ist das sogenannte Hohmannsche Paradoxon. Es hat aber nichts mit Swing-By (Vorbeiflugtechnik) zu tun.

Hohmanntransfer

Bezeichnung für den energiemässig günstigsten Flug von einem Planeten zum anderen. Kreisförmige Planetenbahnen vorausgesetzt, stellt der Hohmanntransfer eine Ellipsenbahn um die Sonne dar, deren sonnennächster Bahnpunkt beim inneren und deren sonnenfernster Bahnpunkt beim äusseren Planeten liegt. Es muss vom Startplaneten dann gestartet werden, wenn der Zielplanet bei der Ankunft der Sonde beim anderen extremen Punkt ihrer Bahn sich gerade auch dort aufhält. Um den Zeitpunkt des günstigsten Abflugzeitpunkt gibt es eine meist etwa einen Monat dauernde Zeitspanne, während derer die Bedingungen noch nicht allzu stark vom Idealfall abweichen, dies wird als Startfenster bezeichnet. In der Realität des Sonnensystems, d.h. elliptische Bahnen, die sich nicht in derselben Ebene befinden, teilt sich das Startfenster in zwei diskrete Bereiche vor und nach dem theoretischen Datum des Hohmanntransfer auf.

Horizont

Es handelt sich dabei um eine zur Blickrichtung vom Beobachter zum Zenit senkrechte Ebene. Der Großkreis, der durch den Schnitt dieser Ebene mit der Himmelskugel gebildet wird, heißt Horizont.

Hubbleteleskop

Teleskop mit 2.4 Meter Hauptspiegeldurchmesser, das im Weltraum um die Erde kreist.

Huygens

Europäische Sonde zur Erforschung der Titanatmosphäre und der Titanoberfläche. Huygens wurde von der amerikanischen Sonde Cassini in das Saturnsystem mitgenommen. Am 14. Januar 2005 landete Huygens als erste Sonde überhaupt auf einem fremden Planetenmond erfolgreich auf Titan und funkte Messungen und ein paar Bilder zurück.

Hyaden

offender Sternhaufen im Sternbild Stier um den Hauptstern Aldebaran

Hyperbolischer Exzess

Als hyperbolischen Exzess bezeichnet man die Geschwindigkeit, die übrig bleibt, wenn sich ein Raumschiff mit mehr als Fluchtgeschwindigkeit sehr weit von einem Himmelskörper entfernt hat. Der Name erklärt sich dadurch, das solche Bahnen relativ zum passierten Himmelskörper immer Hyperbeln sind.

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