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Lexikon

Astronomisches Lexikon
C...
Cassini

US-amerikanische Raumsonde zur Erforschung des Planeten Saturn, dessen Ringe und Monde. Cassini befindet sich nach einer sieben Jahre dauernden Reise seit Juli 2004 in einer Umlaufbahn um den Ringplaneten. Die mitgeführte europäische Raumkapsel Huygens landete am 14. Januar 2005 auf dem Saturnmond Titan.

CCD

= Charge Coupled Device; ein lichtempfindlicher Halbleiterdetektor, der unter anderem in der digitalen Fotografie als optischer Sensor verwendet wird. In den vergangenen Jahren gewannen diese Bauelemente zunehmend an Bedeutung in der digitalen Astrofotografie. Kernstück einer CCD-Kamera ist ein Raster aus lichtempfindlichen Halbleiterelementen (Pixeln), aus denen die Photonen aufgrund des Photoeffekts Elektronen auslösen. Deren Anzahl ist proportional zur Lichtstärke (Anzahl einfallender Photonen). CCD Kameras eignen sich besonders zum Nachweis lichtschwacher Objekte, denn ihre Quanteneffizienz kann bis zu 80% betragen. Somit wird nur jedes fünfte Photon "verpasst".

Cepheiden

Klasse von veränderlichen Sternen des Spektraltyps F bis G5, die nach dem Stern Delta Cephei im Sternbild Cepheus benannt sind. Es handelt sich um eine Unterklasse der Pulsationsveränderlichen. Sie liegen im HRD im Bereich der Riesen weit oberhalb der Hauptreihe. Cepheiden verändern ihre Leuchtkraft streng periodisch, dabei verändert sich auch ihre Oberflächentemperatur und somit ihre Spektralklasse. Typische Cepheiden pulsieren mit einer Periodendauer von 1 bis 50 Tagen. Delta Cephei beispielsweise pulsiert mit einer Periode von etwa 5,37 Tagen, wobei sich seine Ausdehnung um rund 2,7 Millionen km ändert. Cepheiden variieren ihre Leuchtkraft, da das ionisierte Gas in ihrer Hülle für die Strahlung des Sternes nicht durchsichtig ist und sich durch Absorption aufheizt. Mit der Temperaturerhöhung sinkt die Absorptionsfähigkeit, Druck und Temperatur nehmen wieder ab und der Stern zieht sich aufgrund seiner eigenen Gravitation erneut zusammen. Cepheiden werden als Standardkerzen zur Entfernungsbestimmung von Galaxien benutzt, da diese Riesensterne außergewöhnlich hell sind und von der Erde aus bis zu einer Entfernung von einigen Megaparsec (mit dem Hubble-Weltraumteleskop bis zu etwa 20 Megaparsec) beobachten werden können. Mit Hilfe der Periode-Leuchtkraft-Beziehung kann ihre wahre Helligkeit bestimmt werden und somit auf ihre Entfernung geschlossen werden. Man unterscheidet zwei Klassen dieser Pulsationsveränderlichen. Die klassischen Cepheiden erfüllen folgende Beziehung zwischen Periode P und absoluter visueller Helligkeit: Mv = -1.4 - 2.8 log P. Die II Cepheiden oder W Virginis Sterne finden sich unter anderem in Kugelsternhaufen. Ihre Beziehung zwischen absoluter visueller Helligkeit und Periode lautet: Mv = -0.1 - 1.6 log P.

CET

= Central European Time, Mitteleuropäische Zeit. Sie geht der Weltzeit GMT um eine Stunde vor.

Chandrasekhar-Grenze

obere Grenze für die Masse eines Weißen Zwerges, die von dem US-amerikanischen Astrophysiker und Nobelpreisträger Subrahmanyan Chandrasekhar aufgrund theoretischer Überlegungen hergeleitet wurde. Weisse Zwerge besitzen die eigentümliche Eigenschaft, dass ihr Durchmesser mit zunehmender Masse abnimmt. Die Theorie sagt bereits für eine Masse von 1,44 Sonnenmassen einen Radius von null Kilometern voraus - diese Masse markiert also die Chandrasekhar-Grenze. Hat ein Stern nach dem Erlöschen der Kernfusion eine höhere Masse, so kann der Druck des entarteten Gases den Stern nicht mehr stabilisieren. Je nach Masse erfolgt dann ein Kollaps zum Neutronenstern oder Schwarzen Loch.

Charon

erst 1978 entdeckter etwa 1000 km grosser Mond des Pluto. Pluto und Charon umkreisen einander in einer Entfernung von 20.000 km einmal alle 6 Tage 9 Stunden und 18 Minuten. 

Chemische Treibstoffe

herkömmliche Antriebsmethode von Raketen und Raumfahrzeugen, wobei die bei der Oxydation eines Brennstoffs freiwerdende Energie ausgenutzt wird, um die gasförmigen Reaktionsprodukte möglichst schnell und parallel aus der Brennkammer austreten zu lassen. Die höchsten Leistungen werden bei der Verbrennung von Wasserstoff erreicht - die Austrittsgeschwindigkeit des Wasserdampfs beträgt etwa 4,5 km/s. Da sich der kryogene, flüssige Wasserstoff nur schlecht lagern lässt, ist er nur für Trägerraketen vom Boden in eine Erdumlaufbahn geeignet. Soll Treibstoff an Bord über Tage oder gar Jahre gelagert werden, muss auf andere Kombinationen ausgewichen werden. Beim Apolloprogramm verwendete man für den Einschuss in die Mondumlaufbahn und den Rückstart von der Mondumlaufbahn unsymmetrisches Dimethylhydrazin und Stickstofftetroxyd.

Chondrite

spezielle Klassifizierung von Meteoriten. Chondrite bilden mit einem Anteil von etwa 85% die größte Klasse der Meteorite. In ihrer feinkörnigen Gesteinsmasse befinden sich millimetergrosse Silikat-Kügelchen. Die sogenannten Chondren bestehen aus glasartigen oder auskristallisierten Substanzen (Olivin, Pyroxen, Plagioklas), die in eine feinkörnige Matrix eingebettet sind. Kohlige Chondrite bestehen bis zu fünf Prozent ihres Gewichtes aus Kohlenstoff in Form von organischen Verbindungen wie Kohlenwasserstoffe und Animosäuren sowie Karbonate und Sulfate. Chondrite werden auch auch als Undifferenzierte Meteorite bezeichnet, weil man annimmt, dass ihre chemische Zusammensetzung, mit Ausnahme leichtflüchtiger Elemente wie Natrium und Kalium oder den Edelgasen, der Zusammensetzung des ursprünglichen Sonnennebels entspricht. Es wird daher davon ausgegangen, dass sie bereits in der Frühzeit des Sonnensystems entstanden sind.

Chromosphäre

eine der sichtbaren Sonnenoberfläche (Photosphäre) überlagerte Gasschicht von wenigen tausend Kilometer Dicke. Ihr unterer Rand wird durch ein Temperaturminimum von 4300 K 500 km über der Basis der Photosphäre markiert. Die Temperatur steigt darüber mit etwa 200 Grad pro km Höhe sehr rasch an und erreicht an der Übergangszone zur Korona 500.000 K. Die Chromosphäre kann mit schmalbandigen Filtern (H-alpha-Filter) beobachtet werden, da sie je nach Höhe in Emissionslinien verschiedener Atome strahlt. 

Chromatische Aberration

Farbfehler eines Objektives, (von griech. chroma, die Farbe und lat. ab-errare, weg-irren) ist ein Abbildungsfehler optischer Linsen, der von der Wellenlänge bzw. Farbe des Lichts abhängt. Wegen der Abhängigkeit der Brechzahl von der Wellenlänge (Dispersion) unterscheidet sich die Brennweite von Sammellinsen je nach Lichtfarbe, wobei für blaues Licht eine kürzere Brennweite erreicht wird als für rotes Licht. Der Effekt zeigt sich deutlich beim Lichtdurchfall durch ein Prisma.

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