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01.12.2008

Venusbedeckung durch den Mond am frühen Abend
Am 1. Dezember 2008 wird die Venus durch den zunehmenden Mond bedeckt. In Mitteleuropa kann das gesamte Ereignis in den frühen Abendstunden tief über dem Südwest-Horizont beobachtet werden. Die Bedeckung beginnt je nach Beobachtungsort um etwa 17:00 Uhr MEZ und endet um ca. 18:25 Uhr.

Die hell strahlende Venus wird bereits vor Beginn der Bedeckung mit dem bloßen Auge neben dem Mond zu erkennen sein. Viel deutlicher wird das Ereignis jedoch mit einem Fernglas oder im Teleskop zu verfolgen sein.
Verlauf der Bedeckung
astrocorner.de
Verlauf der Venusbedeckung vom 1. Dezember 2008 - Der Eintritt erfolgt am dunklen Mondrand in der Nähe des dunklen Kraters Grimaldi. Der Austritt der Venus erfolgt am hellen Mondrand. Der große Krater Furnerius kann hier als Orientierungs- Hilfe dienen. Der zentrale Pfad gilt für die geographischen Koordinaten 10°O 50°N (nahe Frankfurt/M.) und kann für andere Orte geringfügig abweichen.
Am Tag ihrer Bedeckung wird die -4,1 mag helle Venus neben Sonne und Mond das auffälligste Objekt am Himmel sein. Mond und Venus stehen zu Beginn nur noch etwa 10 Grad hoch über dem Südsüdwest-Horizont, und werden am Ende noch etwa 5 Grad über dem Südwest-Horizont zu finden sein. Die Mondsichel wird 4 Tage alt, bzw. zu 13,5% beleuchtet sein.

Der Beginn der Bedeckung erfolgt um etwa 17h00 MEZ am dunklen Mondrand. Die Venus wird mit dem bloßen Auge als auffällig helles sternförmiges Objekt neben der dunklen Seite des sichelförmigen Mondes zu erkennen sein. Im Teleskop werden einige Details der dunklen Seite des Mondes zu Beginn des Ereignisses - wenn die Sonne bereits rund 5 Grad unter dem Horizont steht - im matten Erdschein zu erkennen sein.

Während des Eintritts wird zu beobachten sein, wie der zu etwa 76% beleuchtete Venusglobus in einem Zeitraum von etwa 50 Sekunden langsam hinter dem Mond verschwindet. Bezogen auf den beleuchteten Teil des Globus dauert das Ereignis nur rund 40 Sekunden. Mit dem bloßen Auge kann in diesem Zeitraum ein langsames Verblassen der Venus am dunklen Mondrand verfolgt werden.

Christoph Rollwagen
Ende der Venusbedeckung vom 18. Juni 2007
Etwa eineinhalb Stunden später wird die Venus wieder am gegenüberliegenden Mondrand erscheinen. Dieses Ereignis wird mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sein. Erst wenn der Planet weit genug von der Mondsichel entfernt ist, wird er sich wieder als eindeutig eigenständiges sternförmiges Objekt identifizieren lassen. Im Teleskop hingegen wird auch der langsame Austritt am Mondrand zu erkennen sein. Auch dieses Ereignis wird wieder etwa 50 Sekunden lang andauern (bzw. 40 Sekunden bezogen auf den beleuchten Teil der Venus).

Der Untergang der Venus erfolgt für den Ort bei den Koordninaten 50°N 10°O um 19h13m MEZ, der Mond wird die Horizontlinie um 19h19m überqueren.
Visuelle Beobachtung
Wah!
Animation der Phasengestalten der Venus
Das Ereignis wird bei gutem Wetter mit dem bloßen Auge, besser mit einem Fernglas oder einem Teleskop zu beobachten sein. Bei ausreichender Vergrößerung wird man erkennen, dass die Venus an diesem Tag zu rund 76% beleuchtet sein wird. Ihr Globus wird einen scheinbaren Durchmesser von 17 Bogensekunden aufweisen - dies entspricht in etwa 1/100 des Monddurchmessers, der an diesem Tag 29 Bogenminuten und 32 Bogensekunden betragen wird.

Um die Venusbedeckung zu beobachten, sollte ein Ort ausgewählt werden, von dem aus eine möglichst freie Horizontsicht gegeben ist, da beide Himmelskörper während des gesamten Ereignisses, vor allem während des Austritts schon äußerst tief am Himmel stehen werden.

Die folgenden Koordinaten gelten für die Venus um 17:00, also etwa zum Beginn der Bedeckung: 19h39m20,5s Rektaszension, -23°54'19,7" Deklination (J2000.0).
Fotografische Dokumentation
Moderne digitale Spiegelreflex- Kamera
Die Bedeckung der Venus wird recht einfach fotografisch zu erfassen sein. Kurze Belichtungszeiten reichen aus, um Mond und Venus ablichten zu können. Wer eine Digitalkamera einsetzt, sollte darauf achten, eine möglichst geringe ISO-Zahl einzusetzen (ISO 100), um das Rauschen des Sensors gering zu halten. Eine Serie verschiedener Belichtungszeiten wird schnell ersichtlich machen, welche die günstigste Einstellung ist. Zu beachten ist, dass der Mond eine deutlich niedrigere Flächenhelligkeit als die Venus aufweist.
Beobachtungszeiten
Die genauen Beobachtungszeiten variieren für verschiedene Orte auf der Erdoberfläche aufgrund der parallaktischen Verschiebung des Mondes um bis zu mehrere Minuten.

Die Venus verschwindet für die folgenden Städte zu den angegebenen Uhrzeiten (alle Angaben in MEZ): Hamburg 17h02m20s, Berlin 17h08m20s, Hannover 17h03m00s, Köln 16h59m50s, Frankfurt/M. 17h03m15s, Magdeburg 17h06m05s, Leipzig 17h08m05s, Koblenz 17h01m10s, Stuttgart 17h05m25s, Nürnberg 17h08m00s, München 17h10m30s, Wien 17h19m10s, Zürich 17h05m35s, Bern 17h03m40s.

Die Venus erscheint auf der gegenüberliegenden Seite wieder um: Hamburg 18h23m15s, Berlin 18h25m25s, Hannover 18h23m50s, Köln 18h23m05s, Frankfurt/M. 18h24m25s, Magdeburg 18h24m55s, Leipzig 18h25m35s, Koblenz 18h23m40s, Stuttgart 18h25m00s, Nürnberg 18h25m35s, München 18h25m55s, Wien 18h26m35s, Zürich 18h24m55s, Bern 18h24m25s.

Die Angaben beziehen sich auf den Mittelpunkt des Venusscheibchens. Der Eintitt beginnt jeweils 25 Sekunden vor dem angegebenen Zeitpunkt, der Austritt endet jeweils 25 Sekunden danach.
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