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Fotografie

... von Mondfinsternissen
Analoge Fotografie
Belichtungszeiten

Egan
Im Vorfeld einer totalen Mondfinsternis ist nicht klar, wie hell die verbleibende Resthelligkeit auf der verfinsterten Mondoberfläche ausfallen wird. Außerdem verändern sich die Beleuchtungsverhältnisse während der einzelnen Finsternis-Stationen sehr stark.

Belichtungszeiten sind daher im Allgemeinen nur schwer zu bestimmen. Im Vergleich zu normalen Aufnahmen der Mondscheibe werden die Belichtungszeiten um das 2 bis 1000fache verlängert werden müssen, um alle Facetten einer Mondfinsternis abbilden zu können. Es bietet sich an, während des Verlaufs des Naturschauspiels ein breites Spektrum von Fotoserien mit jeweils unterschiedlichen Belichtungszeiten anzufertigen.

Der Einsatz kurzer Belichtungszeiten ist nur während der Halbschattenphase und der partiellen Finsternis sinnvoll. Um Details der Kernschattenregion abbilden zu können, werden recht lange Belichtungen von bis zu mehreren Sekunden benötigt. Eine Mondfinsternis bietet allerdings aufgrund des langsamen Voranschrietens der einzelnen Phasen genügend Zeit zum Experimentieren.

Montierung & Nachführung

Auf jeden Fall wird ein starkes Teleobjektiv oder ein Teleskop benötigt, um die Mondscheibe auf dem resultierenden Foto möglichst groß abzubilden. Hierbei werden Brennweiten ab 300mm empfohlen. Da die Belichtungszeiten während der Totalität im Bereich einiger Sekunden liegen werden, ist die Benutzung eines stabilen Stativs notwendig.

Belichtungszeiten von bis zu 2 Sekunden sollten ohne Nachführung mit Objektiven von bis zu 500mm Brennweite zu realisieren sein. Aufwärts davon wird jedoch eine Nachführung benötigt, um die durch die Erdrotation hervorgerufene scheinbare Himmelsdrehung auszugleichen und um unscharfe Bilder zu vermeiden.
Digitale Fotografie
Da die digitale Fotografie aufgrund stark verbesserter Qualitäten sein analoges Pendant auch in der Astronomie in den vergangenen Jahren weitgehend verdrängt hat, entstehen die meisten professionellen Fotos von Mondfinsternissen mittlerweile vorwiegend mit Digitalameras.

Grundsätzlich gilt auch hier, dass verschiedene Belichtungszeiten während der Finsternis ausprobiert werden sollten. Der Vorteil beim Einsatz einer Digitalkamera besteht natürlich vor allem darin, dass das Ergebnis sofort ausgewertet werden kann und die optimale Belichtungszeit spontan ermittelt werden kann.

Afokale Projektion

Da gewöhnliche Digitalkameras keine auswechselbaren Objektive besitzen, wird empfohlen, den optischen Zoom vollständig auszufahren, um eine möglichst hohe Vergrößerung zu erzielen.

Es ist auch möglich, eine afokale Projektion durchzuführen. Dabei wird die Digitalkamera einfach vor das Okular eines Teleskops gehalten oder sogar daran befestigt. Die automatischen Belichtungszeiten der Kamera sollten dabei jedoch durch manuelle Auswahl umgangen werden.

Digitale Spiegelrefexkameras

Moderne digitale Spiegelreflex- Kamera
Besonders empfehlenswert ist der Einsatz einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR). Diese kombiniert die Vorteile einer analogen Fotokamera (manuelle Belichtungszeiten, flexible Objektivwahl) mit den Fortschritten der Digitaltechnik (digitale Sensorik, sofotige Bildbetrachtung, etc.).

Hierbei ist zu beachten, dass der Bildsensor der meisten digitalen Spiegelrelexkameras um den Faktor 1,6 kleiner als ein gewöhnliches Fotonegativ eines herkömmlichen 35mm-Kleinbildfilms ist. Dies hat den Effekt, dass die gewählte Brennweite eine höhere Vergrößerung mit sich bringt. Daher liefern an einer digitalen Spiegelrelexkamera bereits Objektive ab 150 mm Brennweite schon eindrucksvolle Bilder der Mondoberfläche.
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