Die totale Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010 beginnt mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Der Vollmond berührt die Penumbra (Halbschatten der Erde) erstmals um 6:28 h Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Zu Beginn des Ereignisses steht der Mond nur noch etwa 15 Grad hoch über dem WNW-Horizont.
Der Eintritt des Mondes in die Penumbra ist allerdings generell nicht zu beobachten, da der Halbschatten der Erde nach außen hin schwächer wird und keine sichtbare Abgrenzung besitzt. Das Eintauchen des Mondes in den Halbschatten ist daher erst frühestens eine halbe Stunde später zu erkennen - die Abnahme der Oberflächenhelligkeit im Halbschatten fällt aber selbst geübten Beobachtern kaum auf. Erst mit dem Voranschreiten der Finsternis wird zu erkennen sein, wie sich ein leichter dunkler Schleier aus südöstlicher Richtung über den noch immer hell leuchtenden Mondglobus zieht.
Um etwa 7:00 h setzt die Morgendämmerung ein.
Der bedeutsame Teil dieser Finsternis beginnt mit dem Eintauchen des Mondes in den Kernschatten der Erde - der Mondglobus berührt um 7:32 h erstmals den von der Sonne wegzeigenden spitz zulaufenden zentralen Schattenkegel unseres Planeten.
Von nun an nimmt die Helligkeit der innerhalb der Umbra (Kernschatten der Erde) befindlichen Bereiche der Mondoberfläche deutlich erkennbar ab und es ist zu beobachten, wie am südöstlichen Rand des Mondes eine vorerst kleine, im Laufe der Zeit scheinbar immer weiter anwachsende dunkle Ausbeulung entsteht.
Der Himmelskörper befindet sich zu dieser Zeit nur noch wenige Grad über dem nordwestlichen Horizont. Der Untergang des Mondes erfolgt für den Ort bei den Koordinaten 50°N 10°O um etwa 8:20 h. |