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Eris

Der größte Zwergplanet, bekannt als 2003 UB313 (Xena)
Eris - der größte Zwergplanet
NASA, ESA, Schaller
Eris wurde 2005 entdeckt und umrundet die Sonne innerhalb des Kuiper-Gürtels
Mit Eris (2003 UB313) wurde im Sommer 2005 ein Trans-Neptun-Objekt entdeckt, das einen etwas größeren Durchmesser als Pluto besitzt. Eris ist somit der größte »Zwergplanet unseres Sonnensystems.

Mike Brown, Chad Trujillo und David Rabinowitz fanden Eris auf einer CCD-Aufnahme. Ihnen war zuvor bereits die Entdeckung der großen Trans-Neptun-Objekte Quaoar, Sedna und Orcus gelungen. Aufgrund der langsamen Bewegung des fernen Objekts konnte es erst bei einer zweiten Auswertung der 2003 angefertigten Aufnahmen im Jahr 2005 als Objekt des Kuiper-Gürtels erkannt werden.

Animation der drei Entdeckungs- Bilder, die über einen Zeitraum von 3 Stunden hinweg aufgenommen wurden
Die ferne Welt wurde erstmals am 21. Oktober 2003 gesichtet, konnte aber erst 15 Monate später wieder aufgefunden werden. Seitdem ist bekannt, dass sich Eris in einer Entfernung von 37,8 bis 97,5 A.E. in einer um 44° geneigten stark exzentrischen Bahn alle 557 Jahre einmal um die Sonne bewegt. Dabei kann Eris zeitweilig der Sonne näher stehen als Pluto, dessen Aphel bei 49 AE liegt. Im Perihel erreicht das Objekt hingegen mehr als die doppelte mittlere Pluto-Entfernung.

Derzeit befindet sich Eris nahe des sonnenfernen Bahnpunktes im Sternbild Fische/Walfisch mit einer scheinbaren Helligkeit von nur 18,7 mag. Aufgrund der hohen Exzentrizität der Umlaufbahn zählt Eris zu den Gestreuten Objekten im Kuiper-Gürtel (Scattered Disk Objects, SCO).

Vergleich der Spektren von Eris und Pluto
Beobachtungen des Gemini-Observatoriums auf Hawaii zufolge zeigt der Aufbau von Eris mehr Ähnlichkeit mit Pluto als mit anderen Objekten im Kuiper-Gürtel. Eris könnte, ähnlich wie Pluto eine sehr dünne Atmosphäre aus Stickstoff, Methan oder Kohlenmonoxid besitzten, die sich periodisch in Sonnennähre ausbildet.

Seit dem 10. September 2005 ist bekannt, dass Eris einen etwa 60 mal kleineren Begleiter besitzt, der vom gleichen Team wie Eris entdeckt und von der IAU auf den Namen Dysnomia getauft wurde. Dysnomia umkreist Eris in einer Periode von 15,774 Tagen.

Durch genaue Beobachtungen der Umlaufbahn von Dysnomia mit dem Keck Obsatorium und dem Hubble Space Telecope konnte die Masse von Eris auf 1,66 x 1022 Kilogramm bestimmt werden. Eris ist danach 27% schwerer als Pluto, der massivste bekannte Körper im Kuiper-Gürtel und ebenso der schwerste Zwergplanet.
Namensgebung
Keck
Bild von Eris und dem Begleiter Dysnomia
Da die Internationae Astronimische Union lange Zeit keinen offiziellen Namen für Eris vergeben hatte, in der Presse jedoch heftig diskutiert wurde, ob es sich hierbei um einen 10. Planeten handeln könnte, wurde häufig zu seiner Bezeichnung 2003 UB313 der inofizielle Name Xena benutzt, der von der Entdeckergruppe eingeführt wurde und aus einer Fernsehserie stammt.

Der provisorische Name 2003 UB313 folgte den Regeln zur Benennung von Asteroiden und besagt, dass es sich um den 7827. Asteroiden handelt, der in der zweiten Oktoberhälfte 2003 entdeckt wurde. Das U steht dabei für die zweite Oktoberhälfte und die 313 besagt, dass das Alphabet (ohne I) 313mal durchlaufen wurde, für das B wird 2 hinzuaddiert. 2 + 313×25 = 7827

In der griechischen Mythologie ist Eris die Göttin der Zwietracht und des Streits, durch deren Intrige der Trojanische Krieg ausgelöst wurde. Der Name spiegelt die Kontroverse wieder, die nach der Entdeckung schließlich zur Neudefinition des Begriffs Planet und der Degradierung Plutos zum Zwergplaneten führte.
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