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Ceres

Der größte Planetoid im Hauptgürtel
Charakteristik
STScI
Asteroid (1) Ceres
Der »Zwergplanet besitzt einen Poldurchmesser von 910 Kilometern und einen Äquatordurchmesser von 975 Kilometern. Er befindet sich inmitten des Haupt-Asteroidengürtels zwischen der Mars- und Jupiterbahn. Sein mittlerer Abstand zur Sonne beträgt 2,77 Astronomische Einheiten (AE). Die Umlaufbahn ist um 10,6° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,08. Ceres benötigt 467 Tage, um die Sonne einmal vollständig zu umrunden.

Mit dem Hubble Space Telescope wurden auf der Oberfläche von Ceres ein etwa 250 Kilometer großer dunkler und ein ungefähr 400 Kilometer großer heller Fleck beobachtet. Die Natur dieser Oberflächenmerkmale ist bislang noch ungeklärt.
Beobachtung
Während einer Opposition erreicht Ceres eine scheinbare Helligkeit von maximal 6,7mag und ist zwischen 1,59 und 2,0 AE von der Erde entfernt. Somit kann der Zwergplanet schon im Fernglas oder mit einem kleinen Teleskop erkannt werden.

Im Folgenden sind die Oppositionsdaten für die Jahre 2007 bis 2017 angegeben:

Opposition Entfernung Helligkeit
9. November 2007 1,837 AE 7,2 mag
24. Februar 2009 1,585 AE 6,9 mag
18. Juni 2010 1,820 AE 7,0 mag
16. September 2011 1,992 AE 7,7 mag
17. Dezember 2012 1,688 AE 6,7 mag
15. April 2014 1,633 AE 7,0 mag
25. Juli 2015 1,943 AE 7,5 mag
20. Oktober 2016 1,908 AE 7,4 mag
31. Januar 2018 1,595 AE 6,8 mag
Historisches
Entdeckung von Ceres

NASA, JPL, STScI, JHU, APL
Größenvergleich von Ceres mit anderen Planetoiden und dem Planeten Mars
Die Existenz von Ceres war lange Zeit ein Mysterium. Johannes Kepler vermutete in der Lücke zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter einen weiteren Planeten.

Die Astronomen Franz Xaver von Zach und Johann Hieronymus Schröter gründeten 1800 die so genannte Himmelspolizey und machten sich gezielt auf die Suche nach dem vermuteten Planeten. Bestimmte Himmelsabschnitte wurden verschiedenen Sternwarten zugeordnet, die diese Bereiche nach einem unbekannten Objekt absuchen sollten.

NASA, ESA, Parker
Aufnahme von Ceres - angefertigt mit Hubble
Ceres wurde am 1. Januar 1801 von Giuseppe Piazzi zufällig während der Überprüfung eines Sternkataloges entdeckt. Er hielt das Objekt zunächst für einen Kometen. Aufgrund einer Erkrankung verlor er ihn jedoch wieder aus den Augen.

Erst am 7. Dezember 1801 konnte von Zach das Objekt mit Hilfe einer Bahnberechnung von Carl Friedrich Gauß wieder auffinden. Es stellte sich heraus, dass Ceres' Umlaufbahn tatsächlich die von Kepler prognostizierte Position im Sonnensystem einnahm.

astrocorner.de
Die Zwergplaneten Eris, Pluto und Ceres im Größenvergleich zu Erde und Erdmond
Nach der Entdeckung vertrat man zunächst die Auffassung, Ceres sei ein neu entdeckter Planet. Erst als mit der Entdeckung weiterer ähnlicher Objekte in dieser Region klar wurde, dass es sich bei den vielen kleinen Himmelskörpern eher um eine Ansammlung zahlreicher Fragmente aus der Zeit des Planetenformungs-Prozesses handeln müsse, klassifizierte man diese als Kleinplaneten oder Asteroiden.

Heute ist bekannt, dass Ceres das größte Objekt innerhalb des Asteroidengürtels zwischen der Mars- und Jupiterbahn ist. Im Jahr 2006 führte die Internationale Astronomische Union (IAU) zudem die Klasse der Zwergplaneten ein, denen Ceres zugeordnet wurde.

Namensgebung

Piazzi gab dem von ihm entdeckten Himmelskörper zunächst den Namen Ceres Ferdinandae. Ceres ist die römischen Göttin des Ackerbaus und Patronin der Insel Sizilien. Der Genitiv Ferdinandae soll die Benennung zu Ehren von König Ferdinand IV von Neapel bekunden, der 1798 nach Palermo geflohen war. Da die Ehrung von König Ferdinand in einigen Nationen aber auf Widerstände stieß, wurde dieser Namensteil bald fallen gelassen.
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