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Beobachtung

... des Morgen- und Abendsterns
Morgen- und Abendstern
Petr Pazour
Merkur, Mond, Venus, Mars, Plejaden und Hyaden am Abendhimmel des 22. März 2004
Astronomischen Laien ist die Venus vor allem als Morgen- und Abendstern bekannt. Wenn der innere Planet in der Dämmerung hoch über dem Horizont steht, ist er ein überaus auffälliges Gestirn. Die größte scheinbare visuelle Helligkeit der Venus beträgt -4,7 mag. Somit ist sie neben Sonne und Mond das hellste Gestirn am Himmel.

Ab und zu ergeben sich fotografisch reizvolle Begegnungen mit der schmalen Mondsichel. Das Bild zeigt die typische Ansicht der Venus als glänzendes sternförmiges Objekt in der Dämmerung. Hier befindet sich der Mond tief am Horizont, die Venus noch hoch am Himmel.

Die Sichtbarkeiten der Venus als Morgen- oder Abendstern folgen einem wiederkehrenden Zyklus, der eine Periode von 8 Jahren zeigt. Die folgende Tabelle beschreibt die Beobachtungsmöglichkeiten der Venus von der Nordhalbkugel der Erde aus betrachtet in den Jahren 2018 bis 2025. Ab 2026 wiederholen sich die Sichtbarkeiten nach diesem Schema.

Jahr J F M A M J J A S O N D
2018 -↑ - A A A A A A← A -↓ M M
2019 M→ M M M - - - -↑ - - A A
2020 A A A← A A -↓T M M→ M M M M
2021 - - -↑ - - - A A A A A← A
2022 -↓ M M→ M M M M M M -↑ - -
2023 A A A A A A← A -↓ M M→ M M
2024 M M - - - -↑ - - A A A A
2025 A← A -↓ M M M→ M M M M M -

-
A
A
M
M
T



nicht sichtbar
bescheidene Abendsichtbarkeit
günstige Abendsichtbarkeit
bescheidene Morgensichtbarkeit
günstige Morgensichtbarkeit
Venustransit (in den Jahren 2004 und 2012)
größte östliche Elongation
größte westliche Elongation
untere Konjunktion
obere Konjunktion

Scheinbare Bewegungen der inneren Planeten
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Position der Venus am Himmel während die Sonne die Horizontlinie überquert - Ansicht der Sichtbarkeitsperiode von Oktober 2019 bis Mai 2020

Das Bild zeigt die Positionen der Venus über dem Horizont während des Sonnenauf- bzw. -untergangs. Verfügbar sind weitere Darstellungen zu den folgenden Sichtbarkeitsperioden: »Oktober 2019 - Mai 2020, »Juni 2020 - Januar 2021, »Mai 2021 - Januar 2022, »Januar 2022 - Oktober 2022, »Dezember 2022 - Juli 2023, »August 2023 - März 2024, »Juli 2024 - März 2025, »März 2025 - Dezember 2025, »Februar 2026 - September 2026, »November 2026 - Juli 2027, »Oktober 2027 - Mai 2028, »Juni 2028 - Januar 2029, »Mai 2029 - Januar 2030, »Januar 2030 - Oktober 2030, »Dezember 2030 - Juli 2031, »August 2031 - März 2032, »Juli 2032 - März 2033, »März 2033 - Dezember 2033, »Februar 2034 - September 2034, »November 2034 - Juli 2035.

Bahnpositionen

Als innerer Planet kann die Venus niemals gegenüber der Sonne aufgefunden werden. Sie hält sich abwechselnd am Abend- und Morgenhimmel auf und ist dann als besonders heller Stern nach Sonnenuntergang bzw. vor Sonnenaufgang zu beobachten.

Scheinbare Bewegungen der inneren Planeten
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Scheinbare Bewegungen der inneren Planeten

Erreicht die Venus ihre obere oder untere Konjunktion, so steht sie am Tageshimmel in der Nähe der Sonne. Die östliche Elongation kann am Abendhimmel, die westliche Elongation am Morgenhimmel verfolgt werden.
Phasengestalten

Phasengestalten eines inneren Planeten
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Phasengestalten eines inneren Planeten von der Erde aus betrachtet
Wie auch der Mond zeigen die inneren Planeten Venus und Merkur bei der Betrachtung im Teleskop Phasengestalten. Wenn die Venus ihrer unteren Konjunktion entgegen stebt, wird die im Teleskop sichtbare Sichel von Tag zu Tag schmaler.

Wah!
Animation der Phasengestalten der Venus
Die in Hong Kong angefertigte Animation zeigt alle Phasengestalten des inneren Planeten Venus im Zeitraum von Dezember 2003 bis Dezember 2005, wie sie im Teleskop beobachtet werden konnten. Besonderes Highlight hierbei ist die untere Konjunktion vom 8. Juni 2004, als die Venus direkt vor der Sonnenscheibe durchlief und als Schwarze Silhouette vor der hellen Sonnenoberfläche im Hintergrund zu sehen war. Ein solches seltenes Ereignis wird als »Transit bezeichnet.

Die Animation macht die scheinbare Größenveränderung des inneren Planeten während der Umrundung der Sonne besonders deutlich. Der Abstand zur Erde verändert sich dabei gravierend und die Venus ist zeitweise nur als kleines Scheibchen, dann aber wieder als ausgedehnte Sichel zu erkennen.

Venus am Tageshimmel

Scheinbare Bewegungen der inneren Planeten
Christoph Rollwagen
Schmale Venussichel nahe der Sonne am hellen Tageshimmel

Ziegenbalg
Venus am Tageshimmel nahe der unteren Konjunktion. Die Sichelenden scheinen sich an der der Sonne abgewandten Seite zu berühren.
Grundsätzlich ist es möglich, die Venus am Tageshimmel zu erkennen. Mit einer Helligkeit von mehr als -4 mag ist sie gerade noch mit dem bloßen Auge zu erkennen - gute Wetterverhältnisse vorausgesetzt. Besonders leicht lässt sich die Venus bei Tageslicht auffinden, wenn der Mond nahe an diesem Planeten vorüber zieht.

Erfahrene Himmelsbeobachter können sogar versuchen, den Planeten kurz vor oder kurz nach der Konjunktion am Tageshimmel nahe der Sonne aufzufinden.

Einen solchen Versuch sollte man jedoch nur mit besonderer Vorsicht angehen, da sich die Venus sehr nahe der Sonne befindet und ein ungeschützter Blick durch das Teleskop ins gleißende Sonnenlicht zu sofortiger Erblindung führen kann.
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Mars
Beobachtung des roten Nachbarplaneten
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