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Astro Corner » Aktuell » AstroNews » Meldung vom 05.07.2009
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Blick zur Sonne
von Christoph Rollwagen
05.07.2009  In den vergangenen Monaten zeigte die Sonnenaktivität ein ausgeprägtes und unerwartet tiefes Minimum in ihrem 11-jährigen Zyklus. Nur sehr selten konnten einige kleine Sonnenflecken beobachtet werden. Das Miminum scheint jedoch mittlerweile durchschritten zu sein, da nun immer wieder einige aktive Regionen auftauchen, die den 24. Sonnenfleckenzyklus ankündigen.

Derzeit kann eine recht große aktive Region beobachtet werden, die sich schnell entwickelt und am 5. Juli die Mitte der erdzugewandten Sonnenscheibe passiert hat. Die Sonnenfleckengruppe mit der Ordnungsnummer 1024 dürte noch die nächsten Tage zu erkennen sein.
Christoph Rollwagen
Anblick der aktiven Region 1024 am 5. Juli 2009

Die dunklen Sonnenflecken sind ein starker Indikator für die aktuelle Aktivität unseres Zentralgestirns. Es handelt sich hierbei um kühlere Bereiche in der Photosphäre der Sonne - der atmosphärischen Schicht, in der das sichtbare Licht abgestrahlt wird.

Sie bilden sich in Bereichen, an denen die Magnetfeldlinien der Sonne aus dem heißen ionisierten Gas der hellen Photosphäre austreten. Das Gas wird dadurch lang genug an Ort und Stelle gehalten, um soweit abzukühlen, dass der Temperaturunterschied durch Abnahme der lokalen Helligkeit des Gases sichtbar wird.

Die Durchschnittstemperatur der Sonnenoberfläche beträgt etwa 5.700° K. Im Zentrum eines Sonnenflecks, wo die Feldstärke der Magnetfeldlinien am stärksten ist, beträgt die Temperatur jedoch nur ca. 3.700° K, also etwa 2000° K weniger.

Ein Sonnefleck ist nicht wirklich schwarz, sondern nur dunkler als seine Umgebung. Wenn man ausschließlich nur die Region des Sonnenflecks betrachtet, so erscheint auch diese in gleißend hellem Sonnenlicht.

An einem Sonnenfleck treten Magnetfeldlinien in gewaltigen Bögen aus der Sonnenoberfläche aus und wieder ein. Daher sind auch häufig zwei Sonnenflecken nebeneinander zu beobachten. Teilweise treten sie sogar in ganzen Gruppen auf.

Die Fleckenhäufigkeit schwankt mit einer Periode von etwa 11,1 Jahren. Dieser Fleckenzyklus läßt sich auch in Schwankungen der Großwetterlagen auf der Erde nachweisen, da von den Sonnenflecken und den anderen Aktivitätserscheinungen (Fleckenprotuberanzen, Fackeln und Eruptionen) Korpuskularstrahlung ausgeht, die auf der Erde u. a. magnetische Stürme und Polarlichter verursacht.
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